Montag, 18. März 2019

[ Buchgeflüster ] - Die Stadt der Blinden

Die Stadt der Blinden von José Saramago

Eine Straßenkreuzung, die Ampel wechselt von Rot auf Grün, aber das vorderste Auto bewegt sich nicht. Die Autos dahinter hupen und schließlich nähern sich ein paar Leute dem vorderen Auto. Die Türe wird geöffnet und der Fahrer sagt: " Ich bin blind."
Von einem Moment zum anderen verlor er das Augenlicht.
Nach und nach werden mehr solche Fälle bekannt und die Regierung isoliert die Blinden, damit sich die Krankheit nicht weiter und weiter ausbreitet.
Die ersten Erkrankten kommen in ein stillgelegtes Irrenhaus. 
Unter anderen befindet sich unter diesen Personen ein Augenarzt, der mit dem ersten Blinden Kontakt hatte, und seine noch sehende Frau.
Die Krankheit breitet sich immer mehr aus und es scheint kein Heilmittel zugeben....



Hier mal wieder ein Buch, welches total gemischte Gefühle in mir hervorrief. Von.... bis---- alles dabei.


Positives:

  • Die Grundidee ist einfach super.
  • Saramago kann echt gut beschreiben, aber....

Negatives

  • Erzählstruktur/-form: ....elendeslange Sätze, in denen zu viel beschrieben wird, bzw. in denen zu viel nebensächliches dazu kommt, dass dann nebensächliches dazu bekommt, dass dann.... Wirklich, da nimmt gerne mal ein Satz mehr als eine halbe Seite ein.
    Dann gibt es keine Redemarkrierungen. Ein ganz normaler Satz und dann, aber vielleicht sollten wir das nicht tun, ja, vielleicht, was dann, ich weiß auch nicht.
        Und dann wechselt er auch ständig die Erzählperspektive: einmal in der Ich-Form, dann ist er ein auktorialer Erzähler, plötzlich spricht er den Leser direkt an.
  • Die Charaktere bekommen keinen Namen, nur bestimmte Attribute, weil Namen keine Bedeutung haben, wenn man blind ist. W.T.F? Der Witz ist, später sterben ein paar Leute und die anderen würden dann gerne wissen, wer denn nun gestorben ist. Tja, mit Namen könnte man fragen, ob X und Y noch lebt, aber nein, wir brauchen keine Namen mehr.
    Sie hätten dieses Problem auch irgendwie anders lösen können (tun sie nicht), aber mit Namen wäre es halt am einfachsten gewesen.  

Die Stadt der Blinden bekommt von mir 2 von 5 Blindenschriften.



juhk. d

Sonntag, 17. März 2019

C S

Die europäischen Switch-Besitzer unter uns, die gerne einen Capcom-Spieleport (etwa Onimusha oder Resident Evil Revelations) physisch haben wollen, müssen leider auf Import setzten. 
Kein großes Katzenjammer, dennoch nervig. 

Groß war bei mir die Freude, als angekündigt wurde, dass Dragon's Dogma für die Switch erscheint. Für die PS3 hab ich's mir nie geholt, obwohl es mich doch recht angesprochen hat. Der GameOne-Beitrag dazu ist auch recht unterhaltsam. 
Natürlich gibt's in Europa für die Switch mal wieder nur die digitale Version im eShop.
    Ich hab dann mal bei playasia vorbeigekuckt und nach dem Spiel gesucht. Siehe da, die haben doch tatsächlich eine europäische Version davon gelistet. Sogar mit PEGI 18 Dingens auf'm Cover. Schön, gibt es Dragon's Dogma doch auch bein uns auf Modul. Ich hab's gleich mal vorbestellt. Ganz richtig hat es sich dennoch nicht angefühlt. 
Wochen später gab es noch immer keine News, dass das Spiel nun wirklich physisch bei uns erscheint. Hab noch mal auf playasia gekuckt und die europäische Version ist zwar noch immer gelistet, aber man kann sie mittlerweile nicht mehr vorbestellen.... 
Nun, jetzt bin ich schon gespannt, ob ich nächsten Monat eine Ihre-Bestellung-Wurde-Versand-Email bekomme, oder ob ich irgendwann mein Geld zurück bekomme....



juhk. d

Freitag, 15. März 2019

[ Februar 2019 ] - Bücher Pick Up

Was kam denn im Februar so an? Mal schauen.


History Is All You Left Me

Nach They Both Die At The End dachte ich mir, dass ich noch ein Buch von Silvera versuchen sollte, unter anderem auch, weil History Is All You Left Me besser bewertet wurde. 
Hier ist's nun. Besprechung dazu folgt auch irgendwann mal.


Last Night I Sang To The Monster

Nach Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe war klar, dass ich mehr von Sáenz brauche. Mein Auge fiel hierauf und ich wurde nicht enttäuscht.



Lolita

Lolita: vielen kennen die Verfilmung von Kubrick, ich selbst noch nicht. Daher dachte ich mir: "Ach, lies es halt einfach mal."



2666

Dicker Wälzer, den man, laut diversen Listen im Internet, gelesen haben muss.


we are the ants

Das letzte Buch. Mal wieder eine Thalia Empfehlung. Die Beschreibung hört sich ganz interessant an und die Rezensionen sind auch positiv. Zack! Gekauft.

juhk. d

Donnerstag, 14. März 2019

[ Februar 2019 ] - Games Pick Up UPDATE

Wieder nur ein Spiel, dafür aber eine schnieke Limited Edition von Limited Run Games.


Furi

Da haben wir einmal das Spiel, ein wirklich schönes Steelbook, ein Poster, ein Kunstdruck, Soundtrack, eine Sammelkarte und natürlich die Verpackung, die ruhig ein bisschen kleiner hätte sein können.
Mir geht hier schon langsam der Platz aus und Golf Story soll auch irgendwann mal kommen....



UPDATE: 16:19, 14.03.2019


Golf Story ist vor einer Stunde angekommen. 
Kann mich gar nicht erinnern, eine Versandbenachrichtigung bekommen zu haben....
juhk. d

Montag, 11. März 2019

[ Buchgeflüster ] - End of Watch (Mind Control)

End of Watch von Stephen King

Pete Huntley untersucht einen Mord-Selbstmord: die Mutter von Martine Stover hat zu erst sie und danach sich selbst getötet. Für Außenstehende sieht es wie ein klarer Fall aus: Martine, die beim City Center Massaker gelähmt wurde, und ihre Mutter wollen so nicht mehr weiterleben und daher haben sie beschlossen, die Sache geplant zu beenden.
Pete weiß allerdings, dass Martine ein Opfer von Brady war (und dieser liebte Selbstmorde) und ruft daher seinen alten Partner, Bill Hodges, an und bittet ihn, sich die Sache selbst anzusehen. Immerhin hatte er damals Brady Hartsfield aufgehalten. Pete selbst glaubt zwar nicht, dass Brady irgendwas damit zu tun haben könnte–immerhin lag dieser 17 Monate im Koma und liegt weiterhin im Krankenhaus und vegetiert dahin–, dennoch will er Bill dabei haben.
Zusammen mit Holly fährt Bill zum Stover-Haus, um sich die Sache genauer anzusehen.
    Sie können auch nichts Auffälliges finden. Abgesehen von einem gemalten Z an einer Wand, gibt es auch keinen Abschiedsbrief.
Auf dem Rückweg gesteht Holly Bill, dass sie zufällig einen Zappit, ein Misserfolg von Spielekonsole (die Firma ging daran zugrunde), gefunden und mitgenommen hat. 
Nach einem Gespräch mit der Haushaltshilfe der Stovers, stellt sich heraus, dass Janice (die Mutter) den Zappit kostenlos bekommen hat; sie soll nur den Fragebogen ausfüllen und diesen dann an die Firma zurückschicken. Außerdem sagt sie Bill auch, dass Janice und Martine trotz der Umstände glücklich waren. Sie hatten sogar Pläne für die Zukunft gemacht. Etwas, dass man nicht unbedingt macht, wenn man plant, sich das Leben zu nehmen....



Der Abschluss der Bill Hodges Trilogie und es ist ein guter.
Mal wieder spannend und interessant.
Aber wie viele andere auch, war ich anfangs mit der übernatürlichen Komponente des Romans nicht zufrieden, beziehungsweise fand ich es schade, weil die anderen Teile ja auch ohne auskommen.
Aber letzten Endes muss man sich damit einfach abfinden und das Buch genießen, weil's halt einfach ein guter Weg ist, Brady wieder ins Spiel zu bringen.

Was nicht so toll ist: das Aufwärmen der anderen zwei Teile.
Als Leser der Trilogie ist das einfach unnötig und ich hoffe doch, dass es keinen Menschen gibt, der einfach eine Buch-Reihe mittendrin (oder hier halt am Ende) anfängt. Aber King meint wohl, dass es solche Leute gibt.
Oder es ist halt einfach Aufwärmen der Reste von gestern, um den neuen Stoff zu strecken.

Dann der Auftakt zum großen Finale:
Brady agiert dumm und wenn man ihn kennt, dann weiß man, dass er nicht dumm ist und wohl kaum so handeln würde (jedenfalls meiner Meinung sein).
Warum bleibt er in Babineau? Warum wählt er nicht irgendeine andere Person, die nicht verdächtig wirkt? 
Vielleicht konnte er es so schnell nicht. King bleibt da recht wage. Aber selbst wenn er (Brady) die Person erst ein Weilchen bearbeiten hätte müssen, so hätte er auch das schon längst machen können. Wenigstens als Backup-Plan.

Dann wäre da noch der Deus-Ex-Machina, der Bill vor Bradys Gedankenkontrolle rettet: sein Telefon, welches nicht auf lautlos gestellt ist....
Jetzt mal ehrlich: sie planen alles ganz genau und hoffen auf den Überraschungsmoment, aber Bill vergisst sein dämliches Telefon auszuschalten. Das scheint mir doch irgendwie unglaubwürdig zu sein.

Ansonsten hab ich nichts zu bemängeln.

End of Watch bekommt von mir 3,5 von 5 Handhelds.


juhk. d