Montag, 21. Januar 2019

[ Buchgeflüster ] - The Stories of Ray Bradbury (81-85)

The Women
Ein Mann und eine Frau sind an einem Strand.
Etwas ist im Meer erwacht. Die Frau spürt, dass da etwas ist und es ihren Mann will....

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Kurz und spannend.


The Inspired Chicken Motel
Ein Junge erzählt, wie seine Familie während der Großen Depression durch das ganze Land gereist ist.
Er erzählt von einer älteren Frau, welche ein Huhn besitzt, dessen Eier die Zukunft vorhersagen kann.
Die Frau zeigt der Familie ein Ei, auf dem steht, dass Wohlstand bald kommen wird.
Hoffnung keimt in den Herzen der Familie wieder auf. 
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Fand ich langweilig.


Yes, We'll Gather at the River
Eine Kleinstadt steht vor ihrem Ende.
Die neue Umfahrungsstraße wurde gebaut und soll morgen freigegeben werden.
Obwohl die Straße nur ~200 Meter an der Stadt vorbeiführt, wissen die Geschäftsbesitzer, dass sie kaum mehr Kunden bekommen werden. 
Ihr Leben wird zwar weitergehen, aber ein Teil von ihnen stirbt.
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Besser als das Hühner Motel.


Have I Got a Chocolate Bar for You!
Nach langer Zeit setzt sich endlich wieder eine Person im Beichtstuhl.
Dem Pfarrer fällt zuerst der Geruch auf: Schokolade
Dann hört er, wie der Sessel unter der Person ächzt und wie der Sünder irgendetwas isst.
Der Sünder ist ein junger fetter Mann, seine Sünde: seit Jahren ist er ein Schokoladen-Junkie.
Der Pfarrer wird leicht wütend und meint, dass der junge Mann einen Psychiater braucht; dieser könnte ihm helfen.
Der junge Mann kommt aber immer wieder und spricht über sein Problem und der Pfarrer findet Gefallen daran.
Nach und nach wird der Geruch von Schokolade schwächer und der Sessel ächzt nicht mehr so laut....
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Das hat mir wieder mehr gefallen.


A Story of Love
Ann Taylor ist die neue Lehrerin in Green Town.
Alle können sich an Ann erinnern, da sie einfach perfekt war; die besten Sommertage sollten nach ihr benannt werden.
Einer ihrere Schüler, der Vierzehnjährige Bob Spaulding, verliebt sich in sie, und auch sie lernt, ihn zu schätzen.
Beide wissen allerdings, dass ihre Freundschaft von niemanden akzeptiert werden würde und sie sich nicht mehr treffen sollten.
Bobs Familie zieht weg.
Jahre später kommt er wieder nach Green Town.
Er erfährt, dass Ann Taylor kurz nachdem er gegangen ist gestorben ist.
Bob hat mittlerweile allerdings geheiratet und die Leute in der Stadt bewundern seine Frau; die besten Sommertage sollten nach ihr benannt werden.
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Ähh, die Grundthematik ist schon ein bisschen unangenehm.... Es passiert zwar nichts Sexuelles, aber man hat es doch immer in Hinterkopf.
Die Geschichte an sich ist aber "schön". 



juhk. d

Donnerstag, 17. Januar 2019

Querbeet #26

Wir schreiben den 17.01.2019. Was für ein spitzenmäßiger Tag!

~9:50 Uhr 
War gerade in der Stadt unterwegs. Gehe den Gehsteig entlang, habe ganz unschuldige Gedanken und plötzlich geht so ein Typ vom gegenüberliegenden Gehsteig einfach über die Straße.... 
    Solche Leute kann und will ich nicht verstehen. Alle paar Meter ein Zebrastreifen, aber die Hälfte der Bevölkerung hat einfach keine Ahnung, wofür die gut sind. Und die Hälfte der anderen Hälfte hat keine Ahnung, wofür Fußgängerampeln gut sind. Die Stadtmenschen und ihr Lebensstress. Schießt mich tot.
    Zurück zu diesem Typen: er geht über die Straße, mehr oder weniger direkt auf mich zu, sieht mich an und sagt dann im Vorbeigehen: "Euch Süchtige müsste man alle ins Wagner-Jauregg (Nervenklinik) einliefern, damit ihr mal anders ausseht!"

  1. Was soll denn das für eine Aussage sein? Wenn ihm mein Aussehen nicht passt, dann soll er mich doch bitte zu einem Friseursalon schicken (meine Haare gehören mal wieder gekürzt) und danach in irgendein Kleidungsgeschäft (obwohl ich immer halbwegs gut und "normal" angezogen bin. Da laufen ganz andere Figuren durch die Welt).


    Okay, das spricht jetzt nicht unbedingt für mich, aber so war ich heut ja auch nicht unterwegs!
    Jedenfalls können wir nach dem Kleidershoppen auch noch Make-Up draufpacken, wenn's sein muss.
    Alles kein Problem.
  2. Woran, vermaledeit nochmal, will er erkannt haben, dass ich ein Süchtiger bin?
    Meine nadeldurchlöcherten Arme waren unter meiner Kleidung versteckt.
    Die letzten Koksreste hab ich noch im Zug weggewischt.
    Die Crackpfeife hab ich schnell geschluckt.
    Das Pillensäckchen hab ich auch wo versteckt....
    Und Erdnussreste hatte ich auch nicht mehr zwischen den Zähnen. Dazu später mehr.
  3. Der Typ sah eigentlich ganz normal aus. War wohl gerade einkaufen.
    Vielleicht liegt's ja wirklich an mir....
  4. Leider bin einfach ignorant weitergegangen und hab keinerlei Reaktion gezeigt. Der Stoiker ist stark in mir.
    Kurz darauf hab ich mir aber gewünscht, dass ich stehen geblieben wäre, mich umgedreht hätte und gesagt hätte: "Ja okay, gerne und du zahlst mir den Aufenthalt."
    Wäre lustig gewesen.
  5. Vielleicht trifft man sich mal wieder. Bekanntermaßen sieht man sich ja immer zweimal im Leben und das kann ich bestätigen. 

Nun zu den Erdnüssen.
Ich bin ihnen mal wieder verfallen.
Es war Montag. Der Zug wollte erst in 40 Minuten kommen und ich wollte nicht nur nichtstuend auf ihn warten.
Also betrete ich ein Lebensmittelgeschäft, schlendere durch die Konsumgütergassen, finde ein Knoblauchstangerl und eine Dose randvoll mit gesalzenen Erdnüssen.
Das Knoblauchstangerl war eine kleine Enttäuschung, aber die Erdnüsse.... DIE ERDNÜSSE!
Da steh ich nun am Bahnsteig und hadere mit mir selbst. Noch 30 Minuten, dann kommt der Zug. Der Wind bläst einem die Fussel aus'm Nabel und es ist fast kalt. 
   Da die Erdnussdose keinen Platz mehr in der Umhängetasche hatte, hast du sie in die rechte Tasche deines Strickcardigans gesteckt. Es fühlt sie gut und richtig an, weil die Dose die Tasche perfekt ausfüllt. Das Problem ist nur, dass du sie siehst und sie ist so nahe und nur ein paar Nüsschen, dann kannst du aufhören. Nur eine Handvoll willst du. Du nimmst Nuss für Nuss und wenn die Hand leer ist, dann wird der Zug da sein. 
Du willst fest daran glauben, dass das die Realität sein wird, aber du weist es besser.
    Du nimmst den Plastikdeckel ab, brichst die letzte Instanz (den Aufreißdeckel), die dich noch von den Nüssen trennt, lässt ein paar Nüsse in deine Hand fallen und isst diese. Jetzt bist du angefixt. Mehr. Ein kleiner Erdnussberg entsteht auf deiner Hand und du schlingst ihn runter. Salz und kleine Krümmel zieren deine Lippen und deine Nase. Mehr.
Noch ein Berg. Mehr.
Der Zug kommt nicht. Mehr.
Mehr. Mehr.
Okay, nur noch ein letztes Mal.
Mehr. Mehr. Mehr.
Dann fragst du dich: Was ist mit deiner Selbstkontrolle passiert? Du hast fast die Hälfte weggefuttert. 200 Gramm. Was sind schon 200 Gramm?
Endlich, der Zug. 
Du schließt die Dose und steigst ein.
    Zuhause verstaust diese dann und willst keine einzige Nuss mehr davon essen.
Plötzlich ist Dienstagabend. Die Dose steht neben dir. Du siehst dir einen Film an. Irgendwas mit schnellen Autos. Der Film ist vorbei und du merkst, dass die Dose leer ist....


Ansonsten ist 2019 noch nicht besonders viel passiert.
Schleppe noch immer ein Haufen Mist von 2018 mit mir rum und geh langsam unter.

Aber ich hab wieder zu zeichnen angefangen! Immerhin etwas. 




juhk. d

Montag, 14. Januar 2019

[ Büchgeflüster ] - Finders Keepers (Finderlohn)

Finders Keepers von Stephen King


1978
John Rothstein, ein älterer Schriftsteller, wird unsanft geweckt: "Aufwachen, Sie Genie!", hört er eine fremde Stimme sagen. Er öffnet die Augen und sieht drei maskierte Männer in seinem Schlafzimmer. 
Da John zurückgezogen wohnt und weit und breit kein Nachbar ist, bittet ihr den Männern sofort Geld, damit sie ihn verschonen.
Aber der Kopf der Bande scheint es nicht nur auf Geld abgesehen zu haben: dieser fängt mit John ein hitziges Gespräch über seinen letzten Roman an.
John verliert schließlich die Beherrschung, beschimpft sein Gegenüber und dieser erschießt ihn kurzerhand.
Die Einbrecher verschwinden mit einem Haufen Geld und einigen, vollgeschriebenen Notizbüchern.
Morris, der Kopf der Einbrecher, entledigt sich seiner Gefährten und vergräbt die Notizbücher. 

2010
Peter Saubers findet zufällig die vergrabenen Notizbücher.



Der zweite Teil der Bill Hodges Trilogie oder sollte man eher des Bill Hodges Zweiteilers sagen?
Das Buch dreht sich nicht wirklich um ihn, sondern viel mehr um Morris und um Peter.
Hodges kommt er nach der Hälfte des Buches vor.
Nichtsdestotrotz hängen die Bücher halt zusammen, auch wenn dieses eher wie ein Übergangsbuch wirkt, aber das macht die Geschichte ja nicht schlecht.

Und dennoch konnte mich die Geschichte nicht ganz überzeugen.
War nicht ganz so spannend.
Das Buch ist im oberen Mittelklassebereich.

Finders Keepers bekommt von mir 3 von 5 verstorbene Autoren.


juhk. d

Sonntag, 13. Januar 2019

Update am 13.01.

Ich lebe noch.

Muss wohl mal wieder ein Querbeet schreiben; hab zur Zeit keine großen Dinge zu erzählen. 
Aber für ein anständiges Querbeet fällt mir jetzt gerade auch nicht genug ein....

Sir, wir haben ein Problem (jaja, eigentlich "Houston", aber ich weiß halt nicht, wie man Houston schreibt [ach, tatsächlich stimmt das so]).

Gute Nacht.


juhk. d