Montag, 17. August 2020

[ Buchgeflüster ] - A Long Way Down

A Long Way Down von Nick Hornby

In der Silvesternacht entscheiden vier Personen, sich das Leben zu nehmen. Blöderweise wählen alle vier dasselbe Dach und fast den gleichen Zeitpunkt, um sich von dem Dach zu stürzen. 
Zuerst ist Martin auf dem Dach. Als seine Beine schon über den Abgrund hängen, redet ihn von hinten plötzlich eine Frau an: Maureen
Dann taucht Jess auf und kurz darauf auch noch ein Pizzabote: JJ
Sie reden miteinander, sagen, warum er oder sie sich runterstürzen wollte und als klar wird, dass das heute niemand mehr tun wird, machen sie einen neuen Selbstmord-Termin: Valentinstag.
Wer weiß, was in den sechs Wochen bis dahin passiert? 


Die Ausgangssituation fand ich ganz witzig und interessant, daher hab ich das Buch ja auch gekauft, aber die weitere Ausführung war dann doch recht ernüchternd. 
Die Charaktere und die Geschichte sind gut genug geschrieben, um mich bei Laune zu halten, auch wenn Jess absolut –nett gesagt– nervig ist, aber für mehr hat's nicht gereicht. Es ist recht mittelmäßig. Manchmal war's ganz witzig. Aber so im Großen und Ganzen, bleibt eigentlich nur zu sagen: einmal mehr hab ich halt einfach ein Buch gelesen. 

Was mich allerdings wirklich gestört/irritiert hat, ist die Namensgebung: Martin - Maureen - Matty, Jess - Jen - Chas - JJ
Ich war ja wirklich der Meinung, dass am Ende rauskommt, dass sich die Geschichte im Kopf einer schizophrenen Person abspielt; anders konnte ich mir diese teilweise fast identischen Namen nicht erklären. Zufälle gibt's, ja, schön und gut, aber kommt schon.... warum sollte man das tun, wenn es sonst nicht irgendwie der Geschichte dient? 


A Long Way Down bekommt von mir 2,5 von 5 Selbstmordabsichten.


juhk. d

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